Vitamin-E-Mangel

Vitamin E (Tocopherol) ist eines der wichtigsten Prinzipien für den Schutz der Lipidmembranen aller Körperzellen und bedeutsam für die normale Funktion des Immunsystems und die Kontrolle von Entzündungsvorgängen [1]. In der westlichen Industriegesellschaft ist ein Mangel an Vitamin E unter normalen Ernährungsbedingungen sehr selten.

Ein Vitamin-E-Mangel führt, wie auch Tierexprimente zeigen, zu einer Reihe von Störungen, zu denen eine Beeinträchtigung der Immunfunktion und der Hirnfunktion, die durch eine Ataxie auffällt, gehören.

Auswirkung auf das Immunsystem


Immunzellen wie die T- und B-Lymphozyten sind besonders reich an Vitamin E, da sie auch reich an vielfach ungesättigten Fettsäuren sind. Sie sind daher besonders anfällig für oxidativen Stress. Vitamin-E-Supplementierung soll die Immunfunktion besonders bei älteren Menschen verbessern [2].

Vitamin-E-Mangel bei Unterernährung


Schwere Ernährungsstörungen, wie sie bei der Tumorkachexie, der Anorexia nervosa und auch bei Hungerzuständen anderer Genese vorkommen (siehe hier), führen zu einem generellen Vitaminmangel, wobei der Mangel an Vitamin E zur Abwehrschwäche des Körpers besonders beiträgt. Der Vitamin-E-Mangel in Entwicklungsländern wurde untersucht: auf Grund der Ergebnisse wurde empfohlen, dass Hilfsinitiativen (Beispiel siehe hier) den Vitamin-E-Status der Menschen in die Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Gesundheit einbeziehen und ggf. für eine Supplementierung sorgen [3].

Vitamin-E-Mangel durch Mangel an Transferprotein

Vitamin-E-Mangel kann durch einen Mangel an Tocopherol-Transferprotein ( siehe hier) imitiert werden. Er führt zu Malformationen an Auge und Kopf sich entwickelnder Vertebraten, wie am Beispiel der Embryogenese des Zebrafischs gezeigt wurde [4].

Verweise

Literatur

  1. ? Ann Nutr Metab. 2012;61(3):207-12
  2. ? Vitam Horm. 2011;86:179-215
  3. ? Food Nutr Bull. 2011 Jun;32(2):124-43.
  4. ? PLoS One. 2012;7(10):e47402. doi: 10.1371/journal.pone.0047402. Epub 2012 Oct 15.