Tumorsuche

Die Tumorsuche dient der Klärung des Verdachts auf einen bösartigen Tumor.

Indikationen


Häufige Indikationen für die Suche nach Krebs bzw. einer bösartigen Erkrankung sind folgende:

  • die allgemeine Tumorvorsorge in fortgeschrittenem Alter, z. B.
  • die Prädisposition für eine bösartige Erkrankung, z. B.
  • unerklärte Symptome, die auch bei Tumoren auftreten können, wie
  • Herdbildungen, die durch Bildgebende Verfahren nachweisbar sind und als bösartig verdächtigt werden, z. B. Herde im Röntgenbild des Thorax, in einer CT-Untersuchung oder im Ultraschall des Abdomens.

Ablauf einer Tumorsuche


Die allgemeine Tumorsuche beginnt bei der körperlichen Untersuchung; sie wird ergänzt durch Laborwerte und eine Reihe von technischen Untersuchungen.

  • Körperliche Untersuchung: Körpergewicht(!), Suche nach Lymphknotenvergrößerungen an den typischen Lokalisationen, Resistenzen und Vorwölbungen, Raumforderungen bei der Palpation von Körperregionen, Thrombosen, Hauttumoren (u. a. Melanom) etc.,
  • Laborwerte, z. B.:
  • Sonographie des Abdomens: Raumforderungen, speziell in der Leber und im Pankreas,
  • Röntgenbild des Thorax / der Lungen: Raumforderungen?
  • gynäkologische bzw. urologische Untersuchung (Mammae, Uterus und Adnexe bzw. Prostata),
  • Magenspiegelung (Gastroskopie),
  • Darmspiegelung(Koloskopie).

Bei besonderen Befunden werden spezifische Untersuchungen indiziert. Beispiele: Bei einem Pleuraerguss oder Aszites wird Flüssigkeit gewonnen (Exsudat? Transsudat? Tumorzellen?)

Ist der Tumorverdacht sehr hoch, kann – je nach individueller Gegebenheit – eine weitergehende aufwendige und ggf. auch belastende und risikobehaftete Diagnostik indiziert sein, wie z. B. eine (Ganzkörper-)Computertomographie, eine Magnetresonanztomographie, eine PET (Positronenemissionstomographie) oder die histologische Untersuchung eines verdächtigen Herdbefundes durch Biopsie oder chirurgische Exploration.

Wenn nach Ablauf dieses Untersuchungsschemas kein Tumor nachweisbar gewesen ist, sollte für den Fall, dass auch keine andere Krankheit als ursächlich für die Symptomatik gefunden werden konnte, die Tumorsuche nach einem gewissen Zeitraum (je nach Dringlichkeit z. B. in 6 – 12 Wochen) wiederholt werden.

Die Bestimmung von Onkogenen kann dazu dienen, das Krebsrisiko abzuschätzen. Sie sind jedoch vieldeutig und nicht dazu geeignet, einen speziellen Tumor zu diagnostizieren (siehe hier).


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Verweise