Magenblutung

Magenblutungen können verschieden schwerwiegende Ursachen und Folgen haben. Die Diagnostik ist je nach Ausprägung der Blutung dringlich und stützt sich wesentlich auf die Spiegelung des oberen Magendarmtrakts.

Die große Magenblutung

Liegt eine große Magenblutung vor, ist sie potenziell immer lebensbedrohlich und muss rasch diagnostiziert und therapiert werden. Bei einer großen Magenblutung kommen meist Übelkeit und manchmal auch Bluterbrechen zustande. Meist kommt es zu Teerstuhl oder Blutstuhl (Hämatochezie).

Als Ursachen kommen hauptsächlich in Betracht:

Die geringe Magenblutung

Eine geringe Magenblutung kann unbemerkt kurzzeitig vorkommen oder über einen längeren Zeitraum ablaufen und zu eine Eisenmangelanämie führen. Der Stuhl braucht kein erkennbares Blut aufzuweisen; allerdings ist der Test auf verborgenes Blut im Stuhl (FOBT) immer positiv.

Als Ursachen kommen hauptsächlich in Betracht:

Diagnostik

Die große Magenblutung ist eine der Differenzialdiagnosen von Bluterbrechen und Blutstuhl.

Eine gering ausgeprägte, nicht an einer Stuhlverfärbung erkennbare Magenblutung kann zu einer leichten anämie führen. Ein positiver Stuhltest FOBT (Hämoccult-Test) hilft, die Diagnose zu klären. Die leichte, sonst unerklärte anämie wie auch der positive FOBT sind eine Indikation für eine Magenspiegelung, bei der eine leichte Magenblutung gefunden werden kann. Häufig sind starker Stress, eine akute Gastritis oder die Einnahme von ASS (z. B. Aspirin), Clopidogrel oder NSAR (z. B. Ibuprofen oder Indomethacin) die Ursachen.

Die Gastroskopie stellt die entscheidende diagnostische Methode dar, die bei einer großen Blutung auch die Möglichkeit einer Blutstillung bietet.

Verweise