Hyperlipoproteinämie

Hyperlipoproteinämie (auch Hyperlipidämie) bedeutet Erhöhung der Konzentration der Lipoproteine im Blut. Es handelt sich dabei um

  • Chylomikronen,
  • VLDL (very low density lipoproteins) und
  • LDL (low density lipoproteins).
  • High-density Lipoprotein (HDL) bewirken keine übernormale Erhöhung der Gesamtlipide im Blut.

Eine extreme Hyperlipoproteinämie fürhrt zu milchig-trübem Serum und wird als Lipämie bezeichnet.

Ursachen

Lipämisches Plasma in einem BSG-Röhrchen bei einem Patienten mit Zieve-Syndrom

Eine Hyperlipoproteinämie entsteht in den meisten Fällen durch eine falsche Lebensführung mit zu geringer körperlicher Bewegung und zu hoher Kalorienzufuhr.

Insbesondere sind freie Zucker in Nahrungsmitteln und ein erhöhter Fettgehalt für eine Fettstoffwechselstörung mit erhöhten Blutfetten verantwortlich zu machen.

Bedeutung

Eine Hyperlipoproteinämie ist wegen des mit ihr assoziierten erhöhten Risikos für

von großer gesundheitspolitischer Bedeutung.

Typen nach Fredrickson

Eine nach klinischen Gesichtspunkten bezüglich Arterioskleroserisiko getroffene Einteilung der Hyperlipoproteinämien ist die nach Fredrickson.

Typen I IIa IIb III IV V
Cholesterin normal erhöht erhöht erhöht (erhöht) (erhöht)
Triglyceride erhöht normal erhöht erhöht erhöht erhöht
LDL-Cholesterin erniedrigt normal erhöht (erhöht) normal (erniedrigt)
HDL-Cholesterin erniedrigt erniedrigt erniedrigt erniedrigt erniedrigt erniedrigt
Lipid-Elektrophorese alpha,prae-ß,ß alpha,prae-ß alpha alpha,(ß) alpha,(ß) alpha,ß
Atherosklerose-Risiko nein hoch hoch hoch mäßig erhöht gering erhöht

Vorbeugung und Therapie

Einer Hyperlipoproteinämie kann durch gesunde Ernährung zusammen mit körperlicher Bewegung vorgebeugt werden. Zudem stehen Medikamente zur Senkung erhöhter Blutfette zur Verfügung. Zu ihnen gehören CSE-Hemmer, Niacin und Fibrate.

Für die LPL-Defizienz als Ursache einer Chylomikronämie steht inzwischen eine Gentherapie zur Verfügung (siehe hier).

Verweise

Infos für Patienten