Hämochromatose Therapie

Ob und welche Therapie bei Hämochromatose im Einzelfall in Frage kommt, hängt von den individuellen Bedingungen ab. Folgende Möglichkeiten können erwogen werden:

Therapie der Eisenüberladung

  • Aderlässe (Methode der ersten Wahl): z. B. wöchentlich 300 ml unter Blutbildkontrolle und Überwachung des Körpereisens (z. B. durch Laborkontrolle von Ferritin. Pausierung und Intervallverlängerung bei Auftreten erster Zeichen einer Anämie.
  • Desferrioxamin (Eisenchelatbildner, am besten über Perfusor): es können nur geringe Eisenmengen mobilisiert und ausgeschieden werden; daher nur in Sonderfällen zu diskutieren.
  • Indikation: Thalassaemia major und andere Anämien. Einschränkung der oralen Eisenaufnahme
  • Fleisch- und wurstfreie Kost, Alkoholkarenz
  • Lebertransplantation: sie kommt im Falle einer Leberzirrhose im Endstadium (Child C) in Frage. Eine Heilung bedeutet sie nicht, da die Ursache einer ungebremsten Eisenaufnahme im Dünndarm durch sie nicht behoben wird.

Die Krankheit wird dadurch nicht geheilt; die transplantierte Leber muß deshalb regelmäßig computertomograghisch auf ihren Eisengehalt untersucht werden. Indikation: Endstadium der Zirrhose

Symptomatische Therapie

Nichtsteroidale Antiphlogistika zur Behandlung der Arthralgien; Testosteron zur Behandlung der Hodenatrophie; Diabetesbehandlung

Verweise