GOT (ASAT)

Die GOT (Glutamat-Oxalacetat-Transaminase, andere Bezeichnung: ASAT oder AST, Aspartat-Aminotransferase) gehört zusammen mit der GPT (ALAT) zu den Transaminasen. Sie ist nicht leberspezifisch und kommt beispielsweise auch im Herzmuskel vor.

Bei Leberkrankheiten ist sie in ihrer Aktivität im Serum meist niedriger als die GPT (ALAT) (Ausnahmen: die rechtskardiale Stauungsleber, manchmal auch die alkoholtoxische Hepatitis)

Referenzwerte

Der Normbereich (in U/l) liegt bei:

  • Frauen zwischen 10 – 50,
  • Männern zwischen 10 – 35.

Jüngere Kinder haben für die GOT etwas höhere Obergrenzen.

Verschiedene Labore geben unterschiedliche Normgrenzen an: bitte beachten!

Erhöhte Werte

Eine differenzierte Bewertung bezüglich verschiedener Leberkrankheiten gelingt oft durch Zusammenschau mit dem Wert für die GOT (ASAT), die daher meist mitbestimmt wird. Zur differenziellen Bewertung siehe hier.

Auswahl einiger Krankheiten mit GOT-Erhöhung

Geringe Erhöhung (bis 3fach)

  • Leberzirrhose (vom Aktivitätsgrad abhängig)
  • Myokarditis
  • Mononucleosis infectiosa
  • lokale Strahlenschäden
  • schwere Insektenstichen

iatrogen :

  • bei hochdosierter Heparin– und Salicylattherapie
  • nach i.m. Injektion von Ampicillin, Carbenicillin
  • nach externer Herzmassage
  • nach Defibrillation

Mäßige Erhöhung (3 – 30-fach)

Starke Erhöhung (30 – 60fach)

Sehr starke Erhöhung (60 – 100fach)

Extrem starke Erhöhung (über 100fach)

Erniedrigte Werte

Ein erniedrigter Wert für die GOT (ASAT) hat keine diagnostische Bedeutung.

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