FMRI

fMRI bedeutet funktionelles Magnetresonanz-Imaging (functional magnetic resonance imaging). Es ist ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung stoffwechselaktiver Bezirke im Körper. Die Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglicht durch Ausnutzung von Stoffwechselprodukten mit unterschiedlichen Kontrasten eine Lokalisation aktuell vermehrt aktiver Organbezirke.

Anwendung in der Hirnforschung

Beispiel für eine Anwendung des fMRI ist die Untersuchung des Gehirns, bei der die Methode zu einem wesentlichen Durchbruch im Verständnis seiner Funktionen beigetragen hat.

Im Gehirn werden in besonderen psychischen Situationen oder bei der Bewältigung einer Aufgabe einzelne Hirnareale besonders stoffwechselaktiv. Dies lässt sich durch eine fMRI sichtbar machen und lokalisieren. Dabei wird ausgenutzt, dass Blut in mehr und in weniger oxigeniertem Zustand einen unterschiedlichen Kontrast bietet (BOLD-Kontrast: blood oxygenation level dependent). Aus einer besonders starken Sauerstoffausnutzung wird auf eine vermehrte Aktivität der dort befindlichen Hirnzellen geschlossen. Wenn beispielsweise ein Höreindruck das Gehirn erreicht, so werden die Areale im Temporallappen mit Hilfe einer Farbkodierung der MRT-Signale als aktiv dargestellt, die als Hörzentren fungieren.

Zur Anwendung des fMRI siehe auch unter „Musik und Gehirn“.

Verweise