Entzündung

Entzündung bedeutet (abgeleitet von der Vorstellung eines inneren Feuers) Reaktion des Körpers auf eine Infektion mit einem Krankheitserreger durch Anstieg der Temperatur (Fieber). Hinzu kommt eine Reihe von Symptomen, die alle Ausdruck einer Infektionsabwehr sind. Heute zählen auch Entzündungsreaktionen hinzu, die nicht durch einen Erreger sondern durch eine Fehlleitung des Immunsystems bedingt sind (siehe unter Autoimmunkrankheiten).

Klinisches Bild

Eine lokale Entzündung ist laut einer alten Definition durch eine lokale Rötung (Rubor), Überwärmung (Calor), Schmerz (Dolor) und eine Funktionsstörung (Fuctio laesa) charakterisiert.

Lokale Entzündungen können harmlos und rasch reversibel sein. Wenn sie sich ausbreiten, kann es zu Allgemeinreaktionen kommen.

Eine Entzündungsreaktion, die den gesamten Körper betrifft, beinhaltet in der Regel Fieber, oft mit Schüttelfrost, Abgeschlagenheit und Abnahme der Vigilanz.

Laborwerte

Eine Entzündung lässt sich durch Entzündungsmarker diagnostizieren und in ihrer Intensität und in ihrem Verlauf verfolgen.

Sehr empfindliche Parameter weisen nach, dass auch bei Krankheiten, die keine übliche klinische Entzündungsreaktion bieten, eine unterschwellige Entzündung eine entscheidende Rolle spielt, so bei einer Fettleberhepatitis, einer Adipositas, dem Morbus Parkinson, der Depression oder dem Autismus.

Verlauf

Die Entzündung eines Organs kann je nach Immunreaktion akut oder chronisch verlaufen (Beispiel: akute und chronische Hepatitis oder Pankreatitis). Autoimmunkrankheiten verlaufen per se chronisch.

Beeinflussung durch Medikamente

  • Bakterielle Entzündungen, die nicht spontan vergehen oder komplikationsträchtig sind, werden mit Antibiotika behandelt (Beispiel: Phlegmone).
  • Virale Entzündungen, die nicht selbstlimitierend sind, werden – so zur Verfügung – virustatisch behandelt (Beispiele: Hepatitis B, Hepatitis C).
  • Autoimmunologische Entzündungen werden, so sie ansprechen, durch Eingriff in das Immunsystem (z. B. durch Immunmodulatoren) behandelt (Beispiel: Rheumatoide Arthritis).

Unspezifische Entzündungshemmer sind Glukokortikoide und nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAID, z. B. Indomethacin, Ibuprofen).

Verweise