Aspartam

Aspartam ist ein synthetischer Süßstoff, bestehend aus den beiden Aminosäuren Asparaginsäure und Phenylalanin, die über eine Methanolbrücke verbunden sind. Als Lebensmittelzusatz wird es mit E951 ausgewiesen. Es soll weltweit in über 6000 Produkten enthalten sein. Als Obergrenze der täglichen Einnahme wird in der EU 40 mg/kg Körpergewicht angegeben; diese Menge wird auch bei hohem Verbrauch von Soft Drinks nicht erreicht (siehe hier).

Süßkraft


Die Süßkraft ist etwa 170-mal stärker als die von Tafelzucker. Aus diesem Grunde wird es in der Nahrungsmittelindustrie vor allem bei Soft Drinks als Zuckerersatz zur Ersparnis von Kalorien eingesetzt.

Stoffwechsel


Aspartam unterliegt im Gegensatz zu den Süßstoffen Cyclamat und Sacchararin im Körper einem Abbau, bei dem Phenylalanin entsteht. Menschen mit Phenylketonurie dürfen daher mit Aspartam gesüßte Nahrungsmittel und Getränke nicht zu sich nehmen! Durch den Abbau ist Aspartam nicht strikt Kalorien-neutral (4 Kcal/g); dies fällt jedoch wegen der geringen Menge kaum ins Gewicht.

Verträglichkeit

Insgesamt wird Aspartam als sehr nebenwirkungsarm und sicher eingeschätzt [1]

Untersuchungen einer Arbeitsgruppe weisen auf ein erhöhtes Karzinomrisiko in Tierversuchen hin [2][3][4]. Für den Menschen ist dies unbewiesen [5][6].

Aspartam kann bei empfindlichen Menschen neurologische Symptome wie Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und Krampfanfälle hervorrufen [7]. Zurückgeführt wird dies auf den Einfluss seiner Stoffwechselprodukte auf die Überträgerstoffe im Gehirn (Neurotransmitter).

Verweise

Literatur

  1. ? Crit Rev Toxicol 2007;37:629–727
  2. ? Environ Health Perspect. 2006 Mar;114(3):379-85
  3. ? Environ Health Perspect. 2007 Sep;115(9):1293-7
  4. ? Am J Ind Med. 2010 Dec;53(12):1197-206
  5. ? Ann Oncol 2004;15:1460–5
  6. ? Cancer Epidemiol Biomarkers Prev. 2009 Aug;18(8):2235-8
  7. ? Eur J Clin Nutr. 2008 Apr;62(4):451-62