Antithrombin 3

Definition

Antithrombin 3 (abgekürzt AT3) ist ein gegen eine Gerinnselbildung gerichtetes Wirkprinzip des Bluts.

Pathophysiologie

AT3 ist ein Hemmer von Serinproteasen und reagiert mit den Faktoren Thrombin, IXa und Xa. Heparin beschleunigt die Reaktion erheblich und hemmt damit die Blutgerinnung. Umgekehrt benötigt Heparin für seine antithrombotische Wirkung ATIII (siehe hier).

Antithrombin 3 wird Vitamin-K-abhängig in der Leber gebildet.

AT3-Mangel

Ein AT3-Mangel kann zu einer ausgeprägten Thromboseneigung führen. Er kann folgende Ursachen haben:

  • Nephrotisches Syndrom: große AT3-Mengen werden über die Nieren ausgeschieden; Folge ist eine zu geringe Konzentration im Blut und damit eine Thromboseneigung.
  • Leberzirrhose: Bei ihr wird im Rahmen einer Syntheseleistungsstörung auch AT3 zu gering gebildet.
  • Genetische Ursache: Die Synthese von funktionsfähigem AT3 kann genetisch bedingt gestört sein.

Verweise