Anionenlücke

Als Anionenlücke wird die Differenz der Summe der quantitativ bedeutendsten Anionen und Kationen im Blut bezeichnet. Alle Anionen und alle Kationen im Blut zusammengenommen sind elektroneutral. Überschlagsweise wird zur Berechnung der Anionenlücke nur die Konzentrationen von Na+, Cl- und HCO3- zugrunde gelegt:
[Na+] – ([Cl-] + [HCO3-]). Wenn die Differenz größer als 10 (bis max 16) mval/l beträgt, ist sie erhöht. Dann sind wahrscheinlich nicht die übrigen anorganischen Anionen (Phosphat und Sulfat) alleine dafür verantwortlich, sondern es kommen zusätzlich vorhandene organische Säuren (besonders Laktat) dafür in Frage.

Die normale Anionenlücke beträgt beispielsweise:

Na+ (138 mval/l) minus (Cl- (100 mval/l) plus HCO3- (25 mval/l)) = 138 – 125 = 13 mval/l.

Differenzialdiagnosen

Eine vergrößerte Anionenlücke deutet indirekt auf eine vermehrte Konzentration von organischen Säuren im Blut hin. Differenzialdiagnosen sind:

Verweise