Alpha-Glutathion-S-Transferase

Bedeutung und diagnostische Aussage

Erhöhte Werte der Alpha-GST im Serum zeigen eine Permeabilitätsstörung von Zellen an. Der Nachweis ist wegen des geringeren Molekulargewichts (MG 56000 Dalton) sensitiver als durch die Transaminasen (MG ca. 147000 Dalton).

Das Enzym stammt aus Zytoplasma der Hepatozyten und ist dort in hoher Konzentration vorhanden (2-5% des Gesamtproteins der Zellen).

Die Alpha-Glutathion-S-Transferase wird zur Diagnostik von Lebererkrankungen benutzt, speziell von akuten Schädigungen durch toxische Einflüsse, Anoxie oder virale Infektionen.

Bei der Beurteilung der Werte müssen die in-vivo-Halbwertszeiten berücksichtigt werden. Dieser Marker besitzt eine besonders kurze Halbwertszeit (90 Minuten) (i.G. zu AST 17 h und für ALT 47 h), und reagiert zudem sehr sensitiv, da er i.G. zur GOT (AST) leberspezifisch ist und die Leberzellen bereits bei geringer ausgeprägten Schädigungen verlässt als die Transaminasen.

Verweise